Minimalismus

Angeregt durch verschiedene Blogs, die ich unten aufgelistet habe, kam ich nach und nach dem Thema „Minimalismus“ näher. Ein weiterer Punkt zu Nachhaltigkeit, plastikfreiem Leben, Müllvermeidung usw.
Schon länger verkaufe ich Dinge: Bücher über booklooker, größeres über Ebay-Kleinanzeigen, Kleidung über Kleider- und Mamikreisel. Immer mit kleinem Aufwand verbunden, aber jedes Teil, das weggeht und somit anderen Menschen wieder von Nutzen sein kann, freut mich und macht mich glücklich.
Doch das geht langsam voran. Und so lange, wie sie nicht verkauft sind, stapeln sich die Dinge auf dem Dachboden.
Flohmärkte helfen schnell Dinge loszuwerden, hier in der Gemeinde gibt es aber, wenn ich Glück habe, nur einmal im Jahr einen.

Doch es gibt auch viele Dinge, für die muss man kein Geld bekommen (und ich habe gemerkt: je mehr man in den Sog des Minimalismus gerät, desto mehr Dinge werden es). Zunächst also gab ich einiges an meine Schwester und Mutter ab, die jeweils einen Tag vorbeikamen und aus den Kartons heraussuchten, was sie gerne haben mochten. Gerade für den Anfang eine gute Methode: Die Dinge sind nicht ganz weg und so fällt das Loslassen besonders leicht.

Eine weitere Möglichkeit habe ich in den letzten Wochen an den Schönwettertagen genutzt: Ich stellte eine Wanne vors Haus mit Dingen, die ich verschenken wollte – jeden Tag sortierte ich einen weiteren Karton und legte wieder neue Dinge in die Wanne. So lagen auch immer wieder neue Sachen draußen und es klappte erstaunlich gut!
Zunächst dachte ich nämlich, hier im Dorf ist das peinlich, die Leute kennen mich ja und außerdem gehen gar nicht so viele vorbei und wer bleibt schon stehen und schaut, während jeder zugucken könnte? Doch siehe und staune: Nach drei Sonnentagen bin ich  über 260 Gegenstände losgeworden. (Seit Jahresbeginn zähle ich, was ich losgeworden bin – Motivation und Freude an Listen). Und die anfängliche Scham war beim zweiten Rausstellen schon verschwunden. Was am Ende übrigbleibt, kann immer noch weggeworfen werden.


Nachtrag: Die vielen Bücher, die übrig geblieben sind, habe ich nun in einem Bücherschrank der Gemeinde untergebracht. War der Hinweg doch sehr beschwerlich, konnte ich den Rückweg umso erleichterter bestreiten. 😉

Aber es gibt immer noch Baustellen (vor allem unsere vielen vielen Bücher), doch man bekommt einen Überblick und fühlt sich wirklich erleichtert bei jeden Teil, das die Wohnung verlässt.
Ich schreibe mir für jeden Monat eine To-Do-Liste, in der ich festhalte, was ich noch erledigen muss/kann – noch fallen mir immer wieder Dinge ein (auch inspiriert durch die anderen Blogs – danke an dieser Stelle, es macht immer viel Freude mitverfolgen zu können, wie es bei dem ein oder anderen abläuft und welche Kniffe es hier und dort vielleicht noch gibt). Die Liste ist nach Räumen geordnet und was fertig ist wird abgehakt, der Rest geht in den nächsten Monat und wird ergänzt. Klappt wunderbar.

IMG_0045Hier z.B. das Resultat des Badezimmer-Schrank-Aufräumens: Noch sind einige Dinge da, die aufgebraucht werden müssen (gerade in der oberen Reihe) und den Korb mit Klorollenfächern habe ich schnell gebastelt, damit der Kleinkram etwas verschwindet, aber ganz glücklich bin ich damit noch nicht.

Habt ihr noch Tipps oder weitere Seiten, die interessant sein könnten?
Ich bin immer interessiert an Neuem und Anregendem.


WordPress Blogs zu diesem oder ähnlichen Themen, bei denen ich gern vorbeischaue:
Brauch ich nicht! – Minimalismus Nachhaltigkeit Weltgeschehen
downsize – Weg mit dem Ballast
erleichtert. – Ein Blog über Minimalismus & die wesentlichen Dinge im Leben.
Goldenes Nix – Minimalismus, Nachhaltigkeit & Lifestyle
langsamerleben – Wege aus dem Wegwerfwahn (am 12.06.16 beendet)
marie minimalisiert – Tipps für minimalistischeres Leben und bewussteres Konsumverhalten
The green transition – leichter und ökologischer Leben

Hier ein Artikel von Mr. Minimalist mit gleichzeitigem Verweis auf die ganze Seite.

Und hier noch ein Video vom WDR: Weniger ist mehr – Wie entrümpeln die Seele befreit. Die Moderatoren sind zwar etwas seltsam, aber es fasst alles ganz gut zusammen, wie ich finde.

6 Gedanken zu “Minimalismus

  1. was du hier schreibst, finde ich klasse. auch bei mir ist loslassen angesagt, die unmenge von dingen, an denen ich „hänge“ bzw. die an mir hängen, wird mir zunehmend beschwerlich. aber es fällt mir schwer, die entsprechenden schritte zu tun. inzwischen habe ich immerhin eine kiste aufgestellt, in der ich ohne weiteren aufwand erst mal gegenstände sammeln kann, die ich loslassen will. – liebe grüße, pega

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    • Danke für deinen Kommentar. Ja, machmal ist es das wichtigste einen Anfang zu schaffen. Und wenn die Kiste hilft, ist das sicher eine gute Möglichkeit mit dem Aussortieren zu Beginnen. Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erolg beim weiteren Vorgehen! 🙂 Schau mal bei erleichtert vorbei – dort findet man wirklich schöne Anregungen, wie man gut weitermachen kann. Mir hilft es jedenfalls immer sehr, zu lesen, wie andere es angehen.

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Müllvermeidung / Zero Waste | Hinterhand

  3. Pingback: Ballast loswerden | Hinterhand

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