Minimalismusprojekt auf dem Dachboden

Nach längerer Zeit melde ich mich heute erstmals zurück. Mir geht es gut, so gut wie eigentlich schon lange nicht mehr. Es ist sehr viel geschehen, wichtig für diesen Blog ist dabei vor allem ein anstehender Umzug. Das bedeutet erneut alle Kartons, die noch auf dem Dachboden stehen hervorzukramen und durchzugehen.

Bei jedem Durchgang, das kennen sicher alle, die selber dem Minimalismus verfallen sind, kann man mehr Dinge loslassen. So ist mein Ziel für diese Aktion, dass ich nur noch Kartons stehen lasse, die saisonale Dinge enthalten, sowie Dinge, die man nur selten braucht, wie z.B. Zelt und Schlafsack oder Inliner.
Außerdem versuche ich alle mir persönlich wichtigen Gegenstände, von denen ich mich momentan (noch) nicht trennen mag, in der Wohnung unterzubringen, ansonsten kommen sie weg. (Diesen Ansatz habe ich in einem YouTube Video gesehen und fand ihn wunderbar.) Ausnahme: Papierkram, der macht sich nicht gut in der Wohnung und soll lediglich in einen einzigen Karton untergebracht werden. (Momentan sind es noch drei…) (Vor allem sind das momentan noch sehr viele Noten, Ausbildungsordner, Briefe, …)

Ich nehme euch also heute mit durch mein bisheriges Projekt, das ich nun seit ca. zwei Wochen betreibe.

Aus der Abstellkammer befreit, wandert alles in unser sowieso ungenutztes Gäste- und Bastelzimmer, das nun in den nächsten Wochen zur Ausmiststube wird:

DSC_1257-horz

Ich muss dazu sagen, ich war früher äußerst verrückt und habe so z.B. alle SMS, die mir von 2005 bis 2012 geschickt wurden usw. abgeschrieben. Ergibt zwei Mappen voller Papier. Am ersten Tag habe ich also nur gelesen und aussortiert, mir wichtiges abfotografiert und somit beide Mappen entsorgt.

Dann waren die Noten dran: Ich bin von Kindertagen an musikalisch aktiv und so hat sich eine Menge angesammelt: Musikschule, Kinderchor, Schulchor, Gospelchor, Kinderchor Nr. 2, Jugendchor, zwei, drei Bands, Gesangsunterricht… Insgesamt immerhin sechs Ordner. Ich konnte sie auf zwei reduzieren und evtl. scanne ich die Noten auch ein und entsorge alles.

Dann kamen Briefe dran und einzelne Mappen (Konfirmandenunterricht, ehrenamtliche Arbeiten, …) Wichtiges abfotografiert, und weg damit. Fünf Ordner weniger.

An einem weiteren Tag sortierte ich meine fünf Ordner meiner vier Jahre Ausbildung durch (und ich hatte sie in der Vergangenheit bereits durchsortiert und drei Ordner weggeworfen!) Wieder konnte ich drei Ordner aussortieren. Rest wartet auf den Scanner.

 

Der schlimmste Papierkram ist gesichtet. Nun geht es mit bereits aussortierten Klamotten weiter… Damenbekleidung und Kinderbekleidung. (Oben sind, wie ihr aus meinem Jahresabschlussartikel vielleicht noch wisst, fast nur noch Dinge, die schon aussortiert sind…) Einen Karton Kinderkleidung und eine große Tüte Damenbekleidung, die zur Spende kommen und einen Karton je Kategorie, den ich einstellen mag plus eine Tüte Schuhe. (Ich gebe den Klamotten Zeit bis zum Umzug, was bis da nicht verkauft wurde, wird ebenfalls gespendet.)

 

Im Gegensatz zu früher, als ich einfach nur durchgegangen bin und alles was „weg“ soll wieder in Kartons verschwunden ist („kümmere ich mich später drum“), habe ich mir das dieses Mal verboten und alles, was ich verkaufen will, sofort eingestellt. So dauert der Prozess länger, aber wenn man durch ist, ist man durch. Sehr viel effektiver… Man lernt aus jedem Fehler. So habe ich währenddessen auch schon einiges verkauft (immerhin 46 Teile). Sehr gut.

Hier ein kleiner Zwischenstand (im Vergleich zu den ersten Bildern fast schon eine Wohltat fürs Auge). 😀

 

Thema Möbel, fällt mir dabei ein:
Ich möchte nicht mehr so viele haben. Habe daher ganz zu Beginn der Aktion eine Liste geschrieben, was wir an Möbeln (und sperrigen Gegenständen) besitzen und wohin sie vor dem Umzug wandern. Ein paar kommen mit, aber die meisten verlassen uns (hoffentlich) noch vorher. Einige nehmen z.B. auch Verwandte und Freunde.

Nun unser größtes „Problem“: Die Bücher. Wir haben so so viele. Es liegen schon ca. 150 auf dem Dachboden und sind eingestellt. An einem weiteren Tag haben wir nun weitere 199 aussortiert. Die Hälfte davon ist mittlerweile eingestellt (ich werde kurz vor dem Umzug die weniger wertvollen in einen Bücherschrank bringen).

 

Soviel erst einmal dazu. Noch bin ich nicht fertig, vielleicht folgt ein weiterer Artikel zu diesem Projekt. Oder ich ergänze hier, falls es sich lohnt.
Nachtrag: Hier geht’s zum zweiten Teil.

Es bereitet mir Freude, beim Ausbreiten das große Chaos zu sehen und es dann nach und nach zu sichten und zu lichten. Es gibt mir unfassbar viel Energie und befreit wirklich enorm.


PS: Unsere Papiertonne ist vor Beginn der Aktion geleert worden und nun bis oben voll, trotzdem stehen hier noch zwei Taschen und ein riesiger Karton Papiermüll. Ein Prozess, den man sieht.
Und wer vielleicht eines unserer Bücher haben will, kann gerne bei booklooker vorbeischauen. 😛

5 Gedanken zu “Minimalismusprojekt auf dem Dachboden

  1. Ich kenne das alles und habe es hinter mir. Nur eines habe ich bereut: Bücher, die ich weggegeben habe. Das mache ich nun nicht mehr. Ich sehe gleich mal bei booklooker nach, ob mich etwas von dir interessiert…..

    Gefällt 1 Person

    • Hehe, war wohl nichts dabei? 😀
      Mit den Büchern hatte ich früher große Schwierigkeiten. Aber mittlerweile haben wir nur noch ein großes Regal mit Büchern, die wir auf jeden Fall noch lesen werden und dann entscheiden und jeder eine oder zwei Hände voll Bücher, die wir gelesen haben, die aber eine größere Bedeutung für uns haben. Wobei selbst da nicht mehr alle bei uns sind, und zwar, wenn man sie ganz sicher in jeder Bibliothek bekommt.

      Wenn jemand hier über den Blog bestellen sollte: Schreibt eine Info darüber zu eurer Bestellung, dann gebe ich noch einen Rabatt drauf. 😉

      Ich freue mich einfach total, wenn die Bücher bei mir nicht herumliegen, sondern in andere Hände gehen, die ihnen mit mehr Liebe über die Rücken streichen. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Minimalismusprojekt auf dem Dachboden II | Hinterhand

  3. Pingback: Zehrende Wohnungssuche | Hinterhand

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