Flohmarkt

Nun habe ich in den letzten zwei Blogbeiträgen von dem Flohmarkt erzählt. Was ist also dabei herausgekommen?

Erwartung:
Ich nehme meine 16 Kartons (um Himmels willen!) alle mit und komme mit mindestens drei weniger nach Hause. Haha ha! …

Realität:
Es war ein sehr kleiner Flohmarkt und er dauerte nur 2 1/2 Stunden, das Wetter war schlecht und nach einer Stunde war eigentlich niemand mehr da.
Ich hatte 5 Kartons mit Verschenk-Artikeln dabei, 6 mit Büchern und 5 mit sonstigen Dingen. Bei den Verschenk-Kartons ist einiges weggegangen, da habe ich aber nicht mitgezählt. Einmal nahm eine Frau ein paar Wollsocken daraus mit und drückte mir 4,50 Euro in die Hand, ein anderes Mal nahm eine Frau einen Stapel Kinderklamotten mit und gab mir dafür 20 Euro („Sind Sie sicher?“ – „Ja! Ich dachte schon, ich finde hier gar nichts mehr in der Größe!“ – „Okay, lieben Dank.“) Letzten Endes habe ich mit den Dingen die zu verschenken waren fast mehr eingenommen als mit den anderen.

Positiv-Lehre:
Die Menschen sind sich Spiegel: Gibt der eine, gibt auch der andere lieber. (Off-Topic-Bsp.: Zahlst du an der Kasse der Frau den Einkauf, die zu wenig Geld dabei hatte, wird sie sich daran erinnern und in einem ähnlichen Fall genauso handeln. (Ja, wahre Begebenheit und okay, ja, ich war die Frau.) 😛 )
Und verschenkt man Dinge, sind Andere also oft dankbarer und geben z.B. unaufgefordert eine kleine Spende dazu. Tja nun…
Ich glaube immer noch, die Welt kann sich zu einem besseren ändern. Diese freundliche Dame an der Kasse damals ist meine Beweisheldin („Das rüttelt sich schon irgendwann zurecht“, war ihr Kommentar dazu). ❤

Resultat:
Zurück zum Thema: Alles in allem (ohne die verschenkten Dinge) bin ich 46 Teile losgeworden (Bücher, Schmuck, Deko-Tierchen, Kinderspiele usw.). Aber ein großer Erfolg war es nicht und die Kartons gingen vielleicht lediglich nur ein bisschen besser zu als vorher.

Und weiter?
In den nächsten Tagen stelle ich wieder Kartons an die Straße und hoffe so noch einiges loszuwerden, außerdem wird demnächst jemand aus der Gemeinde zum Arbeitslosenzentrum fahren, ich werde alles was übrig bleibt und nicht mehr verkauft werden soll dafür bereitstellen und einfach abgeben.

Fazit:
Es bleibt die Frage, warum macht man sich für 2 1/2 Stunden überhaupt so viel Arbeit? Eigentlich müsste ich es langsam besser wissen. Aber vielleicht brauchte ich diese letzte ernüchternde Erfahrung nochmal für meinen Schritt hin zum einfach verschenken und den Kram ein für alle Mal los sein!

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6 Gedanken zu “Flohmarkt

  1. Die Dinge von denen ich Preise höher als 10 Eur erwarte stelle ich bei ebay rein. Den Rest spende ich an einen Laden hier vor Ort, der sie günstig verkauft und vom Erlös wohltätige regionale Zwecke unterstützt. Das ist für mich das beste. LG Birte

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  2. Pingback: Verschenke-Flohmarkt | Hinterhand

  3. Hey,
    zwar ein alter Beitrag aber ich will trotzdem meine Meinung sagen 😛
    Das meiste, gerade wenn ich mehrere „Packete“ habe (DVD’s, Bücher, gleichartige Deko) probiere ich als Pulk bei Ebay Kleinanzeigen zu verkaufen. Geht es da nicht weg, probiere ich einmal im Jahr zum Flohmarkt zu kommen oder es jemandem der dahin fährt mitzugeben. Dafür bringe ich dann im Laufe des Tages Tee oder Essen vorbei und teile den Gewinn oder verzichte. Hauptsache ich bin es los und jemand anderes hat die Freude.
    Zur „Positiv-Lehre“: Ich erinnere mich, dass mein Personalprofessor mal erzählte, dass, wenn man Leute auf dem Flohmarkt zahlen lässt, was sie bereit sind zu geben (oder es eben einfach zu verschenken) unter Umständen am meisten verdient, da es die emotionalen Zentren im Kopf antriggert, die Person freut sich und ist dadurch bereit, dafür eben auch etwas zu geben. Eine ehrlichere Art des Kapitalismus, es wird ja niemand gezwungen.
    An dieser Stelle noch einen schönen Abend 🙂

    Gefällt 1 Person

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