[Roomtour] Badezimmer

Die allergrößte Veränderung was Minimalismus, Zero Waste und dergleichen angeht, haben im Badezimmer stattgefunden. Einer meiner ersten Artikel zu den Themen, in dem ich sammelte, was ich umgesetzt habe (hier) machte das damals schon deutlich.

In diesem Artikel mag ich wieder mit Vorher-Nachher-Bildern arbeiten. Das macht den Prozess immer erst richtig deutlich und oft auch anderen Mut, einen Anfang zu wagen.

Raumgestaltung
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Linke Hand gibt es in unserem Bad eine Waschmaschine, dahinter ein Waschbecken (mit Spiegelschrank und Unterschrank), eine Toilette und am Ende eine Badewanne mit Fensterschräge.

Auf der rechten Seite ist ein kleiner Ablagetisch und die Wäsche.

Die verschiedenen Ecken haben sich natürlich nicht groß verändert, aber die Inhalte. Und darauf schauen wir jetzt mit den Vorher-Nachher-Bildern.

🙂

Badewanne

Ich zeige an dieser Stelle nur „meine Ecke“ da mein Freund (Fensterbrett auf dem großen Bild) hier noch nicht plastikfrei unterwegs ist (was man auf den Bildern zum Spiegelschrank deutlich sehen kann).

Waschbecken

Das Bild ist natürlich etwas amüsant. Zahnbürsten haben wir nach wie vor, nur sind sie jetzt im Spiegelschrank. Zahnpasta benutzt aber niemand mehr bei uns in dieser Form. Wir haben zwei verschiedene Zahnpulver (eine für den kleinen Bären, eine für uns). Aber alles heute im Spiegelschrank. Die Seife steht auf dem Rand der Badewanne, weil der Kleine sich dort leichter (und vor allem ohne Hilfe) die Hände waschen kann.

Spiegelschrank

Im Schrank sind wir immer noch am Aufbrauchen, aber wir haben deutlich reduziert: Keine Schminke mehr, kein hochwertiges Nagelset, kein Parfüm. Cremes werden auch weniger, genauso Deos und Lippenpflegestifte. Alles werde ich am Ende selbst herstellen, damit wir auch dort müllfrei sind.
Bestandsaufnahme heute (rechtes Bild):
Oben links ist Waschmittel, rechts Aufbrauchprodukte. In der Mitte kleine Handtücher, Waschlappen, ein Bimsstein und selbstgemachtes Trockenshampoo. Unten links sind meine Medikamente und unsere Nahrungsergänzungsmittel, daneben die Zahnbürsten und Zahnpulver, ein letzter Rest Ohrenreiniger, Nagelschere, Pinzette und Nagelpfeile und Haargel von meinem Freund. (Auf dem Bild ist sogar noch die alte Zahnpasta, die jetzt allerdings weg ist).

Unterschrank
Schubladen
In den Schubladen des Unterschranks haben wir Medikamente, Damenhygiene + Haargummis usw. und Badkrimskrams.IMG_7599
In dem großen Fach sind Wärmflaschen und letzte Reinigungsmittel, die aufs Aufbrauchen warten.
(Außerdem ein Auffangglas, weil unser Wasser nicht gut abläuft. Altes Haus. Alte Leitungen.)
😉

Regal / Tisch und Wäscheecke

Hier ist die größte Veränderung zu sehen, weil ein Möbelstück den Raum getauscht hat. Die Handtücher sind ins Schlafzimmer gewandert und alles andere findet nun Platz auf einem kleinen Beistelltisch. Außerdem haben wir den viel zu großen Wäschekorb verkauft und nur noch einen Beutel an der Heizung hängen, plus einen den kleinen Wäschekorb vom ersten Bild (zum Herumtragen der Wäsche).

Waschmaschine
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Auf der Waschmaschine habe ich außerdem einen alten Spiegel gestellt, weil der Spiegelschrank zwar nett, aber viel zu hoch angebracht ist. So habe n auch die kleineren im Haushalt eine Chance mehr als nur die Haarspitzen zu erhaschen. 🙂

Auchso, der kleine Hocker vor dem Waschbecken wird auch nicht mehr verwendet. Den hat der kleine Bär aussortiert: „Ich bin schon groß, ich brauche den Hocker nicht mehr.“

Und das wars auch schon.

Die erwähnten selbstgemachten Putz- und Waschmittel habe ich übrigens versucht hier zu sammeln.


Bereits veröffentlichte Roomtouren:
Kinderzimmer
Wohnzimmer
Küche

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[Roomtour] Küche

Ich habe in vorangegangenen Artikeln bereits das Wohn- und Kinderzimmer (und jeweils ein Update dazu: Wohnzimmer, Kinderzimmer) hergezeigt. Auch die anderen Räume habe ich geknipst, bin aber nie zum wirklichen Schreiben gekommen.
Heute mag ich daran weiterarbeiten.

IMG_5961Die Küche

Unsere Küche gehört zur Wohnung dazu und ist recht klein. In der letzten Zeit habe ich sehr viel optimiert und immer mal wieder aussortiert. Das Ziel ist es, möglichst plastik- und müllfrei auszukommen und eine ausgewogene, hauptsächlich vegane Ernährung zu ermöglichen. Außerdem nur die Dinge zu besitzen, die wir wirklich brauchen und bei der Neuanschaffung auf gebrauchte Dinge zurückzugreifen, wenn es möglich ist (Stichwort Nachhaltigkeit).
Der Minimalismus dauert mit Kind etwas länger, weil Geschirr oft zu Bruch geht, das minimiert sich also eher organisch.

Aufbau und Überblick

IMG_8067Wir haben auf der linken Seite (siehe oben) einen Kühlschrank, darunter IMG_5977eine Besteckschublade und einen Vorratsschrank. Über dem Kühlschrank gibt es einen weiteren davon. Daneben die Spüle mit Unterschrank. Dann folgen Geschirrspülmaschine und Herd, sowie eine weitere Schublade und ein weiterer Schrank ganz rechts. Darüber befinden sich drei Hängeschränke.
Auf der rechten Raumhälfte befinden sich ein kleiner Tisch mit der Mikrowelle, eine Theke (selbstgebaut) und ein hohes Regal sowie Müll, Rucksäcke, Staubsauger usw. (Das Foto ist älter, die Kaffeemühle existiert z.B. momentan nicht mehr.

Die Schränke
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Auf den obigen Bildern sieht man alle Unterschränke.
Links ein Vorratsschrank mit Mehl, Nudeln, Zwiebeln, Kartoffeln sowie Tee (und keinen Kaffee mehr, wie auf dem Bild noch zu sehen).
In der Mitte der Schrank unter der Spüle mit Putzmitteln, Eimer, Werkzeug und in der grünen Tasche Wischlappen, Handtücher, Stoffservietten usw.
Rechts ist unser Topfschrank und da wir nicht so viele besitzen oben noch Messbecher, Flaschen, Teekanne, Bretter usw.

Oberschränke
In den Oberschränken bewahren wir links Frühstücksaufstriche, Öle und dergleichen auf. In den mittleren Schränken befindet sich unser Geschirr sowie alle lang haltbaren Lebensmittel (z.B. Linsen, Reis, Bohnen…) außerdem Müsli und Gewürze. Auf der rechten Seite befinden sich alle meine Produkte, die ich für die Herstellung der Putz- und Waschmittel benötige, sowie Süßigkeiten.

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In den Schubladen schließlich das Besteck und andere Küchenutensilien.

Sonstiges

Auf dem hohen Regal (drittes Bild oben) befinden sich Obst, große Schüsseln, Eingelegtes oder -gekochtes und zu guter Letzt unsere Nussbar.

Im Kühlschrank gefrorenes und normales Gemüse, Getreidemilch, Aufstriche und dergleichen.

Herangehensweise

Ich versuche die Küche nach Themen sortiert zu ordnen, jedes Fach hat eine eigene Kategorie. So fällt das Aufräumen und Wiederfinden leichter. Alte Gläser sammle und upcycle ich für die Aufbewahrung von Gewürzen und anderen Lebensmitteln. Ich versuche, dass alles locker steht / schnell greifbar ist und mindestens einmal die Woche werden leere Gläser aufgefüllt, Schränke aus und ordentlich wieder eingeräumt und alles saubergemacht. So bleibt es schön und übersichtlich.

Verschenke-Flohmarkt

Ich komme gerade aus der Stadt zurück. Dort gab es heute einen Verschenke-Flohmarkt, den Greenpeace Bremen gemeinsam mit der KlimaWerkStadt in den Räumen der KlimaWerkStadt veranstaltet hat.

Ein Auszug aus dem Einladungstext, für alle, die sich darunter vielleicht nichts genaues vorstellen können:

„Jede*r kann mitmachen:
Bringt mit was ihr gerade nicht mehr braucht – Nehmt mit was ihr gerade braucht!
Es wird verschiedene Tische geben:
– Bücher (vielleicht lag ja das falsche unterm Tannenbaum)
– Spiele (was für einen selbst zu langweilig geworden ist, kann für den anderen zum Partykracher werden!)
– Essen (jemand anderes freut sich vielleicht über die selbstgekochte Marmelade von Omi)
– Haushaltskram (bringt frischen Wind in euren Alltag)
– Kleidung (das kennt ihr ja von den Kleidertauschpartys)
– und Sonstiges! (also alles was euch sonst noch einfällt)

BITTE BEACHTET, dass wir keine kaputten oder zu skurrilen Sachen entgegen nehmen können und jeder nur bis zu 4 Teile mitbringen sollte. Also nur Sachen, bei denen ihr euch vorstellen könnt, dass sich jemand anderes darüber freut.“

Und was soll ich sagen? es war so unglaublich schön! Ich bin rein mit fünf Dingen (Kinderspielsachen) die waren nach Sekunden weg. Und ging nach Hause mit sechs Dingen und jedes hat wirklich einen Nutzen oder Wert für mich. Das hätte ich nicht gedacht! Es waren, wie ich es schon von den Kleidertauschpartys kenne, viele viele Menschen da (für mich früher ein Grund, nicht teilzunehmen) aber ich habe meine Ängste überwunden, mir vorher gesagt, es wird großartig werden und so kam es dann auch.

Hier ein paar Eindrücke, wie das ganze aussah:


Ich finde (gerade nach meiner letzten Erfahrung auf dem konventionellen Flohmarkt) diese Idee von Tauschveranstaltungen, Umsonstläden und dergleichen wirklich unfassbar toll und bin sehr glücklich meine Ängste zu überwinden und mich zu solchen Veranstaltungen zu wagen.

Und es waren wirklich sehr viele schöne Dinge dabei und ich bin immer wieder erstaunt, was man findet. Mein größter Erfolg war eine Stange für einen Duschvorhang. Unsere war vor einigen Wochen kaputt gegangen und seitdem steht die auf unserer Wunschliste. Ich bin froh, dass ich nicht wie früher vielleicht sofort eine neue Stange gekauft habe. Das hätte nämlich Null Freude bereitet, wohingegen dieser Fund mich wirklich glücklich gemacht hat.

Hier meine „neuen“ Dinge:
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1. Duschvorhangstange (wie oben erwähnt)
2. Spiel „Durchs Gartenjahr“ (genau das richtige für meine zwei Hobbygärtner!)
3. Eine Teetasse mit Teesieb für losen Tee (unser Teeei ist kaputt gegangen)
4. Ein Holzteller (sowas suche ich schon lange für unser Obst)
5. Eine Matcha Tasse (einziges Dekoelement, für das ich schon einen Plan habe)
6. Zwei Teller aus leichtem Metall (Endlich die Plastikpicknickteller ersetzen!)

Ihr merkt, ich bin wirklich extrem glücklich gerade und musste diesen Artikel sofort schreiben aus diesem Gefühl heraus, denn für mich sind solche Momente immer noch sehr selten. (Schatzsuchen habe ich immer schon gern gehabt. Hihi.)

Ein schönes Wochenende euch! ❤

Kerze aus Orangenschale

Auch dieses Jahr gibt es ein winterliches DIY von mir.
Gerade, wo es nun schneller dunkel wird, zündet man sich gerne eine Kerze an. Doch wer sich ein paar Gedanken über Paraffine, Müll, Kosten usw. macht, fühlt sich eventuell nicht ganz wohl dabei?

Meine Patenfamilie zeigte mir neulich ein ganz einfaches DIY für eine Kerze aus einer halben Orangenschale und Olivenöl. Mehr braucht es nicht.

Zunächst also mit einem Messer rund herum schneiden, sodass oben und unten je die „Enden“ der Orange sind und die Orange mit einem Löffel vorsichtig heraushebeln:

Wichtig: Der weiße Stengel (zweites Bild rechte Seite) stellt am Ende den Docht dar, darf also nicht ausgerissen werden.

Nun wird die Hälfte mit dem Docht in ein Teelichthalter gelegt und Olivenöl dazugegeben (auch den Docht tränken!).
Man kann wohl auch anderes Öl wie Raps, Sonnenblume oder ähnliches verwenden.


Anzünden (dauert etwas länger als bei einer normalen Kerze) und fertig.
Sie brennt wirklich sehr lange.


Eine schöne Adventszeit wünsche ich euch!



An dieser Stelle verlinke ich den Weihnachtsdeko-Artikel vom letzten Jahr.


Und einen Artikel über verschiedene Anwendungsmöglichkeiten von Orangenschalen habe ich noch entdeckt. (Hier ist die Kerze auch enthalten und hat die andere Schalenhälfte als Deckel, verziert mit Nelken und ein Loch mit Plätzchenförmchen ausgestanzt.)